Promotec Medizintechnik in der Potsdam am Sonntag

Artikel vom 5. April 2009

Medizin-High-Tech der Region

25 Firmen mit neuesten Entwicklungen auf dem Teltower Technologietag

Quelle: POTSDAM AM SONNTAG, 5. April 2009
Autorin: Kirsten Graulich

Teltow - In den ersten Lebenstagen wird Frühgeborenen täglich vier bis fünfmal Blut abgenommen, doch für sie gibt es auf dem gesamten Weltmarkt keine entsprechenden Kanülen. Herkömmliche Injektionsnadeln sind viel zu groß für einen so kleinen Patienten, der im Extremfall nur 100 Gramm wiegt und etwa 30 Milliliter Blut hat. „Es ist daher immer noch gängige Praxis, den Plastikkonus der Kanüle abzubrechen, um das Blut mit einem Laborröhrchen auffangen zu können“, berichtet Mike Horney von der Medizintechnikfirma PROMOTEC, eine von 25 Firmen, die sich auf dem 6. Technologietag im Hotel Courtyard in Teltow präsentierte.

Die Stahnsdorfer Firma hat eine Lösung gefunden: die „Neo-Nadel“. Die Nadel ist wesentlich kleiner und dadurch schonender, das Verletzungsrisiko der winzigen Blutgefäße somit deutlich geringer, ebenso der Blutverlust. In acht Wochen beginnt die Testphase, im November will PROMOTEC die dringend benötigte „Neo-Nadel“ in Düsseldorf vorstellen.

Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler (SPD), die die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hatte, riet den Unternehmen der Region, sich noch stärker zu vernetzen und nach außen geschlossen aufzutreten. Das ist ganz im Sinne des Unternehmerverbandes Brandenburg und der Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung der CDU (MIT), die jährlich den Technologietag organisieren und damit auch ein Forum zum Informationsaustausch bieten.

Die Gesundheitswirtschaft in Berlin-Brandenburg erwirtschaftet mit 374 000 Beschäftigten einen jährlichen Umsatz von etwa 17 Millionen Euro.  Durch den immer stärkeren Einfluss von Informationstechnologien gewinnt vor allem der telemedizinische Markt zunehmend an Bedeutung. In dieser Branche bieten etwa 100 Firmen ihre Produkte und Dienstleistungen an.

Da Berlin-Brandenburg bereits als Medizintechnikstandort Nummer eins in Deutschland gilt, interessierten sich auch Firmen anderer Bundesländer für den Technologietag. So stellte die Firma GK-zwo GmbH aus dem sächsischen Kamenz ihr Projekt „meepl.visit“ vor, das Geschäftsführer Günter Kern als „Papierlose Visite“ bezeichnete. Der Büro-Rollcontainer ist mit einem Touchdisplay ausgestattet, auf dem die Patientenakten digital abrufbar sind. Sogar Röntgenbilder können auf dem hochauflösenden Bildschirm dargestellt werden und die genaue Medikamentenausgabe kann gleich vor Ort über ein Tablett-System erfolgen.

POTSDAM AM SONNTAG-Artikel zu PROMOTEC Medizintechnik: Neo-Nadel

Zurück

the secret of medical technologies